Rohrplanungen - Verlegestrukturen


Rohre auf der Rohbetondecke

Beispiel 1: Senkrechte Verbindungen

In diesem Falle sind die Steckdosen der einzelnen Etagen übereinander platziert und senkrecht mit einander durch eine gemeinsame Steigeleitung verbunden.
Ein zentrales Sammelrohr in der Kelleretage führt zum Zentralgerät.

Vorteil dieser Lösung:
Diese Vorgehensweise ergibt normalerweise die kürzeste Rohrstrecke.

Nachteil dieser Lösung:
Bei der Auslegung einer solchen Anlage ist zu berücksichtigen, dass viele Stränge durch Etagendecken geführt werden müssen, dabei sind besonders die einschlägigen Vorschriften zur Brandverhütung zu berücksichtigen.


Beispiel 2: Abgehängte Decken

In Gebäuden mit abgehängten Decken können waagerechte Stränge für jeweils 2 Etagen genutzt werden.

Bei einigen Neubauten wurde gerade in den letzten Jahren die Lösung mit der abgehängten Decke und Durchbrüchen zur oberhalb liegenden Etage gewählt.
Die Anschlussstücke von der Steckdose zum Strang werden kurz und der Umbau von Trennwänden ist einfach wenn ein festes Raster gewählt wurde.

Vorteil dieser Lösung:
Die Zahl der Etagendurchbrüche wird im Verhältnis zu Beispiel 1 halbiert.


Beispiel 3: Doppelböden

Der Doppelboden bietet in den meisten Fällen die einfachste Lösung:

  • Die Stränge können schnell verlegt werden.
  • Steckdosen können in den Doppelboden eingelassen werden
  • Ein nach dem Einrichtungsmodul gewähltes Raster läst zu, dass Trennwände später versetzt werden können
  • Deckendurchbrüche in grösserer Zahl können vermieden werden, es steigt jedoch die Anzahl der Stränge im Verhältnis zu Beispiel 2.


Wahl der korrekten Rohrquerschnitte

Die Rohrquerschnitte sind so zu wählen, dass bei maximaler Anzahl an Nutzern an einem Strang die Luftgeschwindigkeit zwischen 12 bis 15m/s liegt.

Bei Seitensträngen, die für je einen Nutzer gedacht sind, kann der Querschnitt unverändert bis zum Hauptstrang geführt werden.

Arbeiten mehrere Nutzer an einem Strang, ist der Querschnitt mit wachsender Anzahl so zu steigern so dass der Querschnitt ca. der Gleiche ist wie die Summe der einzelnen Anschlüsse in Betrieb (siehe untenstehende Skizze).

Rohre werden normalerweise mit dem Aussendurchmesser x Wandstärke angegeben.
Der für die Kalkulation wichtige Durchmesser ist der Innendurchmesser:
50-2x2= ø46, 76-2x3= ø70, 110-2x4= ø102, 160-2x4= ø152.

Typisches Rohrschema einer Zentralstaubsauger-Grossanlage
 



Letzte Aktualisierung am 23.02.2012